Spielenachmittag bringt Menschen in die Mitte der Gesellschaft
das Spielen schafft schnell GemeinschaftCKD Bad Meinberg
Im Gemeindehaus in Bad Meinberg haben die engagierten Helferinnen der Caritas-Konferenz alles liebevoll vorbereitet, um ihre Gäste zu einem gemeinsamen Spielenachmittag zu begrüßen. Karin Bachmann, Ruth Gassmann, Larissa Hackl, Martina Knust, Christel Winter und Hildegard Zeigner erwarten mit Freude die Teilnehmenden.
Vor allem Frauen und Kinder mit türkischer und ukrainischer Herkunft folgen der Einladung. Sie möchten ihre Deutschkenntnisse verbessern und Kontakte knüpfen. Die verschiedenen Spiele aus dem Projekt "Spielend für Toleranz" sind dabei ein ideales Hilfsmittel: Die Regeln sind leicht verständlich, die Hemmschwelle niedrig - das gemeinsame Spielen bringt Menschen schnell ins Gespräch. Der Spaß an der Sache macht Mut, mehr Deutsch zu sprechen.
Doch beim Spielen bleibt es nicht. Die Gäste haben viele Fragen zu ihrem Alltag: Welche Hilfsangebote gibt es von der Caritas? Wie kann ich besser Deutsch lernen?
"Ich komme selbst aus Russland", erzählt die Ehrenamtliche Larissa Hackl. "Ich weiß, wie schwer es ist, in Deutschland Fuß zu fassen, wenn man die Sprache noch nicht gut beherrscht. Damals haben mir ein Spielkreis, Kinderturnen und andere Angebote sehr geholfen." Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen beantwortet sie geduldig alle Fragen, verspricht Deutschlernmaterialien zu besorgen und kümmert sich liebevoll um einen kleinen Jungen. Im Lauf des Nachmittags entsteht sogar der Kontakt zu einem Handballverein - ein Mädchen ist mittlerweile dort angemeldet.
das Ehrenamts-TeamCKD Bad Meinberg
"Ich bin sehr dankbar für das Angebot", sagt eine junge Frau. "Wir haben keinen Platz in der offenen Ganztagsschule bekommen. Der Spielenachmittag ist für uns eine große Entlastung - wenigstens einmal im Monat."
So wird der Spielenachmittag zu einem Türöffner: Die Familien finden Unterstützung, knüpfen Netzwerke und werden aktiver Teil der Gemeinschaft vor Ort.
Dieser Erfolg motiviert die Ehrenamtlichen. "Wir wollen den Kontakt zur Schule verstärken, um einzelne Schüler*innen auch materiell unterstützen zu können - und um noch mehr Kinder für unseren Spieletreff zu gewinnen", fasst die Gruppe zusammen. Weitere Projekte mit dem Kindergarten und dem Altenheim sind bereits in Planung.
Spielen in Gemeinschaft macht nicht nur Freude - es stärkt den Zusammenhalt und gibt den Menschen Kraft, ihr Leben aktiv mitzugestalten.
Info:
Das Projekt Spielend für Toleranz fördert Initiativen, die sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzen. Es stellt hochwertige, leicht erlernbare Spielepakete zur Verfügung, die Menschen schnell in Kontakt bringen.