Präventionsschulung für Mitarbeitende im Kleiderstübchen Salzkotten: Missbrauchsbetroffenen in Kirche und Gemeinde sensibel begegnen
Salzkotten‑Mantinghausen. Die Veranstaltung fand von 10 bis 16 Uhr im Heimathaus, Lippestraße 22, in Salzkotten statt.
Referentin war Elisabeth Völse von der CKD‑Geschäftsstelle. Im Mittelpunkt der Schulung stand die Frage, wie Mitarbeitende Menschen, die sexualisierte Gewalt oder andere Grenzverletzungen erlebt haben, sensibel, achtsam und respektvoll begegnen können.
Elisabeth Völse (3.v.l.) und ihr Schulungs-TeilnehmerinnenCKD Paderborn
Besonders nach der Veröffentlichung der Missbrauchsstudie im Erzbistum Paderborn war das Interesse besonders groß. Viele Teilnehmende zeigten sich betroffen und dankbar für den geschützten Raum, in dem Unsicherheiten, Fragen und eigene Haltungen offen angesprochen werden konnten. Die Schulung bot fachliche Orientierung und Hilfestellungen und
ermutigte dazu, zuzuhören, ernst zu nehmen und aufmerksam zu bleiben, ohne zu überfordern oder vorschnell zu handeln.
Als CKD wissen wir: Auch in unseren Gemeinden und Angeboten können Menschen leben, die belastende Erfahrungen gemacht haben - oft lange Zeit im Verborgenen. Ehrenamtliche und Mitarbeitende sind nah bei den Menschen, sei es im Kleiderstübchen, im Besuchsdienst oder bei anderen Begegnungen. Umso wichtiger ist es, sensibel wahrzunehmen, Vertrauen zu schenken und bei Bedarf Unterstützung zu ermöglichen.
Die Präventionsschulung leistete hierzu einen wichtigen Beitrag und stärkte die Mitarbeitenden in ihrer verantwortungsvollen Aufgabe. Die CKD Paderborn versteht Prävention als einen fortlaufenden Prozess und als Ausdruck einer klaren Haltung: hinsehen, zuhören und solidarisch an der Seite der Betroffenen stehen.
Hinweis:
Präventionsschulungen können gerne über die CKD‑Geschäftsstelle angefragt werden Tel.: 05251 209280, E-Mail: ckd@caritas-paderborn.de. Wir kommen auf Anfrage in Caritas-Konferenzen, Einrichtungen und Gruppen und führen Grundlagen-, sowie Vertiefungsschulungen zum Thema: "Hinsehen und schützen- Prävention gegen sexualisierte Gewalt" durch.