„Hab Mut, steh auf!“ – Die Vinzentinische Familie beim Katholikentag in Würzburg
Malerisch gelegen am Main, zwischen Weinbergen und barocker Architektur, präsentierte sich Würzburg Mitte Mai von seiner lebendigen Seite. Vom 14. bis 16. Mai kamen tausende Katholik*innen aus ganz Deutschland in die unterfränkische Residenzstadt, um unter dem Leitwort "Hab Mut, steh auf!" gemeinsam Gottesdienst zu feiern, zu diskutieren, zuzuhören - und sich zu begegnen.
intensiver Austausch mit dem Paderborner Erzbischof BentzCKD Paderborn
Mitten im Geschehen war auch die Vinzentinische Familie vertreten. Am gemeinsamen Stand präsentierten Greta Köster, Iris Peters, Sabine Bierhoff (Ehrenamtliche der Caritas-Konferenzen im Erzbistum Paderborn, CKD), , Simone Köster (AIC‑Delegierte) sowie weitere Engagierte die AIC - Association Internationale des Charités, die internationale Dachorganisation, und gaben Einblicke in die vielfältige Arbeit vor Ort. Große Hilfen in der Vorbereitung waren Wolfgang Möser (CKD), Sabrina Groppe (Vinzenzkonferenzen) und Charlotte Köster beteiligt, die eigens ein Portrait von Vinzenz von Paul mit Elementen des CKD-Logos malte.
"Es war eine klasse Atmosphäre", berichtet Matthias Krieg, Geschäftsführer der Vinzenz‑Konferenzen. "Zwar begann der Katholikentag verregnet, aber die Stimmung war von Anfang an gut. Dieser Optimismus hat die Tage hindurchgetragen."
die volle KirchenmeileCKD Paderborn
Viele Besucher*innen nutzten die Gelegenheit zum Gespräch. "Oft mussten wir erst einmal erklären, was CKD oder AIC überhaupt sind", erinnert sich Sabine Bierhoff. "Als ich dann von unseren Zahlen und unserem Engagement im Erzbistum erzählte, fragte mich eine Person, ob ich gerade vom bundesweiten Einsatz spreche."
Andere Gäste, wie Erzbischof Bentz, Weihbischof Holtkotte, Caritas-Diözesandirektor Ralf Nolte oder Susanne Schattschneider (CKD‑Bundesgeschäftsführerin) kannten die Arbeit der Verbände bestens. Für Greta Köster, die zum ersten Mal an einem Katholikentag teilnahm, war besonders die Standarbeit prägend: "Man hat Menschen immer wieder getroffen, es entstanden schöne Gespräche - der Stand kam sehr gut an."
Ein besonderer Anziehungspunkt waren die Fühlkisten, die Mutsprüche, die Brillentücher mit der Aufschrift "Mut hinzuschauen" sowie die Beteiligung an der Standrallye "Gemeinsam für mehr genug". "Diese kleinen, niedrigschwelligen Angebote haben viele Menschen neugierig gemacht", ergänzt Simone Köster.
Auch die Eindrücke jenseits des eigenen Standes hinterließen Spuren: etwa der Besuch einer begehbaren Gefängniszelle am Stand der Gefängnisseelsorge, der die bedrückende Realität von Haft erfahrbar machte, oder die Installation am Bahnhof, die mit Koffern und Rucksäcken eindrücklich an die Deportationen jüdischer Menschen im Nationalsozialismus erinnerte. Begegnungen mit Bundespräsident Frank‑Walter Steinmeier, Gespräche mit den Kapuzinern, die jungen Menschen Mut zu frühen Lebensentscheidungen zusprachen, und die vielfältigen Präsentationen anderer Bistümer und Verbände zeigten die Kirche in all ihrer Breite.
Simone und Greta Köster zeigen: Zusammen geht was!CKD Paderborn
In guter Nachbarschaft zu den Vinzentinerinnen, dem Deutschen Caritasverband, dem Müttergenesungswerk, dem Erzbistum Paderborn, Misereor und vielen weiteren wurde deutlich: Die Vinzentinische Familie gehört zusammen und ist eingebunden in ein lebendiges Miteinander unterschiedlicher Akteure in Kirche und Gesellschaft.
So vergingen drei intensive, inspirierende Tage wie im Flug. Und Würzburg, reich an Geschichte, Kultur und Persönlichkeiten, kann ein weiteres Kapitel lebendiger kirchlicher Gemeinschaft zu seiner Stadtgeschichte hinzufügen.