Kath. Krankenhaus-Hilfe

Grüne Damen und Herren - Ehrenamt im Krankenhaus

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Die Katholische Krankenhaus-Hilfe ist ein ehrenamtlicher Dienst, der aus christlicher Überzeugung und der Bereitschaft zu sozialem Engagement geleistet wird. Die Mitarbeiter/innen stellen ihre Fähigkeiten und einen Teil ihrer freien Zeit in den Dienst der Kranken. Sie sind für alle Patienten und Patientinnen da, die während eines Krankenhausaufenthaltes ihre Hilfe und Unterstützung brauchen.

Die Idee, sich ehrenamtlich Patient/innen in Krankenhäusern zu widmen, ihnen den Aufenthalt im Krankenhaus zu erleichtern, stammt ursprünglich aus den USA. Frau Schröder, die Gattin des damaligen Außenministers, hatte diesen Dienst der Krankenhaus-Hilfe in Amerika kennen gelernt und auf deutsche Verhältnisse übertragen. Auf ihre Initiative hin entstanden 1969 die ersten Krankenhaus-Hilfe-Gruppen in evangelischen Krankenhäusern und die Arbeitsgemeinschaft Evangelische Krankenhaus-Hilfe. Engagierte Frauen und auch wenige Männer, die ihre Verantwortung für die kranken Menschen in die Tat umsetzten und einen Beitrag zur Humanisierung des Krankenhauses leisten wollten, engagierten sich in Gruppen. Aufgrund der grünen Dienstkleidung wurden die Ehrenamtlichen "Grüne Damen" genannt.

1975 wurde von den Caritas-Konferenzen Deutschlands (CKD), dem Verband ehrenamtlicher Mitarbeiter in den Gemeinden, die Konzeption für die Katholische Krankenhaus-Hilfe entwickelt. Dabei waren die Anregungen durch die Evangelische Krankenhaus-Hilfe sehr hilfreich. Auch im Erzbistum Paderborn kam es zur Gründung zahlreicher Katholischer Krankenhaus-Hilfe-Gruppen.
Anfang der 80-er Jahre wurde, ebenfalls mit Unterstützung der CKD, die Arbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe auf Bundesebene gegründet. Die Arbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe ist korporatives Mitglied der Caritas-Konferenzen Deutschlands e.V.
Bundesweit haben sich der Arbeitsgemeinschaft ca. 200 Krankenhaus-Hilfe-Gruppen mit ca. 3.500 Mitarbeiter/innen angeschlossen.

Die Krankenhaus-Hilfe-Gruppen entstehen auf Initiative von Einzelpersonen, der örtlichen Caritas-Konferenzen, der Regionalverbände der Caritas-Konferenzen oder seitens des Krankenhauses.
Die Einführung des ehrenamtlichen Dienstes der Krankenhaus-Hilfe wurde den Krankenhäusern von der Deutschen Krankenhausgesellschaft empfohlen (11.03.92).

Die Katholische Krankenhaus-Hilfe entstand anfangs vor allem in katholischen Krankenhäusern. Inzwischen sind die "Grünen Damen und Herren" auch in vielen kommunalen Krankenhäusern und Universitäts- und Fachkliniken anzutreffen. In vielen Gruppen der Katholischen Krankenhaus-Hilfe arbeiten evangelische Mitarbeiter/innen und umgekehrt sind katholische Mitarbeiter/innen in Gruppen der Evangelischen Krankenhaus-Hilfe tätig. Viele Gruppen nennen sich daher auch Ökumenische oder Christliche Krankenhaus-Hilfe. Die gegenseitige Achtung, die Offenheit und Toleranz vor der religiösen Überzeugung der Mitarbeiter/innen und Patient/innen ist in allen Gruppen selbstverständlich.

Die Mitarbeiter/innen der Katholischen Krankenhaus-Hilfe verpflichten sich, an einem bestimmten Wochentag für mehrere Stunden im Krankenhaus zu sein. Über einen monatlichen Dienstplan sind die Zeiten und Stationen für jede/n Mitarbeiter/in geregelt. Patienten/innen und Schwestern wissen so, wann sie welche Ansprechpartner/innen haben. Eine ehrenamtliche Leiterin übernimmt gegenüber dem Krankenhaus die Verantwortung für einen regelmäßigen Dienst. Sie ist gleichzeitig in allen Fragen Ansprechpartnerin für die Mitarbeiter/innen.

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Ordnung der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe

Die Katholische Krankenhaus-Hilfe ist ein ehrenamtlicher Dienst in Krankenhäusern und Kliniken. Gruppen ehrenamtlicher Mitarbeiter(innen) bieten persönliche und praktische Hilfe an. Sie sind für al- le Patient(inn)en da, die während des Aufenthaltes ihre Hilfe in Anspruch nehmen möchten. Sie ver- pflichten sich, zum Wohlergehen der Patient(inn)en beizutragen.